Neue Titelträgerin der TONI Open beim TC Forchheim

Siegerin Chayenne Ewijk

Die 15. TONI Open der Damen lieferten den tennisinteressierten Forchheimern ein sportliches und spannendes Wochenende. Aus den letzten drei Runden ging Chayenne Ewijk als Siegerin hervor.

Für das Finale gestern Mittag hatten sich aus den vier vorherigen Spielen die Niederländerin Chayenne Ewijk und die Münchnerin Julia Thiem als Siegerinnen qualifiziert. Ewijk (Ratinger Tennisclub Grün-Weiss 1911 – DTB 26/# 1 Setzliste) begann Samstag deutlich konzentrierter als am Freitag und mit frisch bespanntem Schläger gegen Angelina Shakraichuk (1. FC Nürnberg – DTB 109). Sie ging rasch 4:1, 5:2 in Führung, ließ dann noch zwei Punkte gegen sich zu, bevor sie den ersten Satz abschließen konnte. Im zweiten Satz brachten anfangs beide ihren Aufschlag durch, bevor Ewijk zum 4:2 breaken konnte und sich diese Führung zum Endstand von 6:4, 6:2 nicht mehr abnehmen ließ. Sie konnte sich danach in Ruhe das Spiel ihrer Halbfinalgegnerin anschauen.

Da spielte die Rumänin Arina Vasilescu (TA SSV Ulm 1846 – DTB 132) gegen Juliane Triebe (Berliner Sport-Verein 1892 – DTB 60/#6 Setzliste) und dominierte über beide Sätze ihre Gegnerin (Endstand 6:4, 6:2). Gegen Ewijk hatte sie dann keine so gute Position. Schnell gab sie ein Break ab und kam nicht mehr in den Satz rein. Im zweiten Satz konnte sie bis zum ersten Break von Ewijk den Stand ausgeglichen halten, stand dann aber bei 3:5 und eigenem Aufschlag unter Druck. Dem hielt sie nicht stand und verlor 1:6, 3:6.

Julia Thiem (GW Luitpoldpark München – DTB 28/# 2 Setzliste) beendete ihr Viertelfinale sehr schnell, da Natalia Siedliska (BASF TC Ludwigshafen – DTB 92/# 7 Setzliste) beim Stand von 4:2 ohne ersichtlichen Grund aufgab. Thiem konnte daher sogar noch zuschauen, wie ihre Halbfinalgegnerin Livia Kraus (TSC Mainz – DTB 50/# 3 Setzliste) sich gegen Arinas Schwester Miruna Vasilescu (TA SSV Ulm 1846 – DTB 405) präsentierte. Und hier sah es anfangs so aus, als wenn Vasilescu das Wunder vollbringen könnte. Sie startete perfekt und druckvoll in den ersten Satz und entschied diesen für sich. Kraus musste im zweiten Satz reagieren und gestaltete diesen ausgeglichen bis hin zum Tiebreak, den sie für sich entscheiden konnte. Im dritten Satz überwog dann die Erfahrung, so dass Kraus schließlich mit 3:6, 7:6, 6:2 triumphierte. So trafen eine ausgeruhte Julia Thiem und eine mit insgesamt acht teilweise sehr langen Sätzen deutlich stärker belastete Livia Kraus aufeinander. Thiem ging erwartungsgemäß schnell in Führung und holte sich problemlos den ersten Satz. Dann besann sich Kraus ihrer eigentlichen Stärke und brachte sich mit dem eigenen Satzgewinn wieder ins Spiel. Der dritte Satz entwickelte sich sehr ausgeglichen bis Thiem ihren zweiten Matchball zu 6:2, 3:6, 6:4 verwandelte.

Das Finale eröffnete Ewijk mit 3 krachenden Assen und holte sich gleich mal den Aufschlaggewinn. Danach gab es je Aufschläger ein Break und es entwickelte sich ein flotter erster Satz, den Ewijk mit einem Break Vorsprung für sich entscheiden konnte. Der zweite Satz war noch ausgeglichener. Die Spielerinnen begeisterten mit langen Ballwechseln und teilweise kunstvollen Stops bis Ewijk beim Stand von 5:5 das Break gelang und sie danach ihr Aufschlagspiel durch brachte und den zweiten Matchball verwandelte.

Für Chayenne Ewijk war Forchheim ein tolles Erlebnis, was sie so in ihrer langen Tenniskarriere noch nie erlebt habe. Ihr Turnierverlauf und die sie umgebende Betreuung seien perfekt gewesen und sie müsse vermutlich sehr lange nachdenken, um herauszufinden, was die Verantwortlichen vom TC Forchheim hätten besser machen können. Besonders gefiel ihr der Samstagabend in Forchheim an der Wiesent, auf dem Altstadtfest und auf dem ‚extrem chilligen‘ Kaiserstrand.

Julia Thiem, die inzwischen sechs Mal in Forchheim gespielt hat und davon zwei Mal gewann, fühlte sich auch wieder sehr wohl und haderte auch nicht lange mit dem nach Turnierverlauf verdienten zweiten Platz.

Wie schon bei den Herren riefen die Zuschauer den Damen zu, sie müssten auf jeden Fall wiederkommen, was beide, wenn es ihnen der Terminplan erlaube, sofort machen würden.